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Notruf: 040 - 8000 4 1000

Hilfe in den Frauenhäusern

Wer kann ins Frauenhaus?

Ins Frauenhaus kann jede Frau, die Gewalt erfährt oder von Gewalt bedroht wird.

Gewalt gegen Frauen hat viele verschiedene Formen

Jede vierte Frau in Deutschland erlebt Gewalt. Zum Beispiel durch ihren Partner, ihre Partnerin, durch Familienmitglieder, Verwandte oder andere Personen. Für viele Frauen (und ihre Kinder) gehört Gewalt zum Alltag: Egal wie viel Einkommen oder welchen Schulabschluss sie haben, wie alt sie sind oder woher sie kommen. 

Gewalt gibt es in vielen verschiedenen Formen und ist nicht immer sichtbar. Gewalt ist zum Beispiel:

  • Körperliche und sexualisierte Gewalt
  • Vergewaltigung
  • Soziale Isolation
  • Geldentzug
  • Frauenhandel und sexuelle Ausbeutung
  • Freiheitsentzug
  • Psychische Gewalt
  • Zwangsverheiratung

Du hast Angst, dass dir niemand glauben wird?

Wir sind für dich da. Wir glauben dir und unterstützen dich (und deine Kinder).

Ablauf – Der Weg ins Frauenhaus

Der Weg ins Frauenhaus ist unkompliziert.

Du rufst bei der Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser "24/7" an.

040 / 8000 4 1000

Die Notaufnahme ist Tag und Nacht erreichbar. Du kannst uns auch eine Email schreiben.
schutz(at)24-7-frauenhaeuser-hh.de

Gebärdende Frauen können sich über das Hilfetelefon gegen Gewalt an uns wenden. Dieses bietet von 08 bis 23 Uhr Beratung in Gebärdensprache an und kann den Kontakt zu uns herstellen.

Wenn du mit uns telefoniert hast, kann ein Treffpunkt vereinbart werden. Diesen Treffpunkt kannst du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Von dort wirst du (mit deinen Kindern) von uns abgeholt. 

Wichtig ist, dass du dich und deine Kinder schützt. Rufe in gefährlichen Situationen die Polizei (Tel. 110). Die Polizei kann dich/euch auch zum Treffpunkt begleiten.

Die Notaufnahme ist ein Schutzraum und die Adresse ist geheim. Hier kannst du zur Ruhe kommen und deine nächsten Schritte überlegen.

Die Mitarbeiterinnen der Notaufnahme sprechen mit dir über deine Situation und deine Möglichkeiten.  Von der Notaufnahme kannst du direkt in ein Frauenhaus gehen.

Solltest du direkt Fragen an ein Frauenhaus haben, kannst du die Hamburger Frauenhäuser anrufen:

Haus 1&3: 040 / 19 702

Haus 2: 040 / 6778280

Haus 4: 040 / 19 704

Haus 5: 040 / 19 715

Haus DW: 040 / 19 251

Wenn du kannst bring bitte folgende Sachen mit:

  • Ausweis/ Pass/ Aufenthaltskarte
  • Krankenversicherungskarte, Untersuchungsheft Kinder, Impfpass, Medikamente
  • Geburtsurkunde, Heiratsurkunde
  • Bankkarte und Geld
  • Mietvertrag und Wohnungsschlüssel
  • Dokumente vom Jobcenter, Sozialamt und Familiengericht
  • Kleidung
  • Schulsachen und Spielzeug der Kinder
  • Sozialversicherungsausweis
  • Arbeitsvertrag, Gehaltsabrechnungen

Wenn wichtige Sachen fehlen, unterstützen wir dich diese zu besorgen.

Geschirr, Bettwäsche und Handtücher bekommst du  von uns.

Was ist ein Frauenhaus?

Ein Frauenhaus ist ein Schutzhaus für Frauen mit und ohne Kinder, die von häuslicher Gewalt bedroht oder betroffen sind. Sie bekommen hier vorübergehend Unterkunft, Schutz, Beratung und Unterstützung. Jedes Frauenhaus hat Regeln und dazu gehört, dass die Adresse geheim ist. Das bedeutet beispielsweise, dass Bewohnerinnen keinen Besuch bekommen können.

Im Frauenhaus wohnst du  mit anderen Frauen und Kindern auf einer Etage zusammen und du  teilst Räume wie Küche, Bad, Wohnzimmer und Garten. Frauen ohne Kinder teilen sich ein Zimmer mit anderen Frauen. Mütter und ihre Kinder bekommen in der Regel ihr eigenes Zimmer. Du sollst in der Lage sein deinen Alltag selbstständig zu organisieren.

Im Frauenhaus arbeiten nur Frauen, die sich parteilich für dich (und deine Kinder) einsetzen. 

Wir geben keine Informationen über die Bewohnerinnen an Dritte weiter. Wir beraten und begleiten dich durch Hilfe zur Selbsthilfe in ein selbstbestimmtes Leben und sprechen mehrere Sprachen. Bei Bedarf arbeiten wir mit Dolmetscherinnen zusammen.

Für die Mädchen und Jungen im Frauenhaus gibt es Mitarbeiterinnen, die die Kinder bei der Verarbeitung der erlebten Gewalt unterstützen und sich für ihre Belange einsetzen.

Wir unterstützen und begleiten Frauen und Kinder zum Beispiel:

  • Bei der Verarbeitung von Gewalterfahrungen
  • Bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven
  • Bei der Klärung der finanziellen und rechtlichen Situation
  • Bei Kontakt und Begleitung zu Ämtern und Behörden
  • Bei der Wohnungssuche
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