Die Kürzung von über zweihundert Projekten aus den Bereichen Innovation und Entwicklung einer bundesweiten Infrastruktur des Bundesprogramms „Demokratie leben“ beobachten die Mitarbeiter*innen der Autonomen Frauenhäuser in Deutschland mit großer Sorge. Nicht nur auf die allgemeine demokratische Zivilgesellschaft sind Auswirkungen zu beobachten, sondern insbesondere auf Gewaltbetroffene und marginalisierte Gruppen.
Struktureller Rassismus findet auch durch die Ausländerbehörde statt - Wir haben es erlebt, thematisiert, wurden hingehalten und abgewiesen. Jetzt werden wir lauter.
Die Website Bundesweite Frauenhaus-Suche ist in Deutschland einzigartig. Seit fünf Jahren bietet sie gewaltbetroffenen Frauen einen Überblick über freie Schutzplätze. Ein Blick in die Nutzer*innenzahlen beweist: die feministische Frauenhausbewegung füllt immer wieder Lücken, wo der Staat seinen Pflichten zum Schutz vor Gewalt nicht nachkommt.
In einer Schulung soll eine Behördenmitarbeiterin Gewalt gegen Frauen auf die Herkunft zurückgeführt haben. Frauenhäuser werfen dem Amt Verharmlosung vor.
Hellfeld- und Dunkelfeldstudien der Bundesregierung zeigen: Es gibt so viel Gewalt gegen Frauen wie noch nie und in den seltensten Fällen wenden sich Betroffene zur Unterstützung an Behörden. Die Autonomen Frauenhäuser fordern zum 8. März echten politischen Willen, um die Situation für Frauen und von geschlechtsspezifischer Gewalt Betroffenen grundsätzlich zu verbessern.