Wir rufen zur solidarischen Beteiligung an der Kundgebung vor dem Amt für Migration auf. Anlass sind rassistische und diskriminierende Vorfälle.
Kundgebung vor dem Amt für Migration – Kritik an rassistischen und diskriminierenden Vorfällen
Hamburg, 01.06.2026 | 09:00–11:00 Uhr
Amt für Migration
Hammer Straße 30–34
22041 Hamburg
Die autonomen Hamburger Frauenhäuser und die 24/7 zentrale Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser rufen zu einer Kundgebung vor dem Amt für Migration auf.
Anlass sind schwerwiegende Vorwürfe im Zusammenhang mit einer internen Schulung mit Mitarbeitenden des Amtes. Während einer Präsentation soll es durch eine Mitarbeitende zu rassistischen und diskriminierenden Äußerungen gegenüber Vertreter*innen der autonomen Frauenhäuser und der 24/7 Notaufnahme gekommen sein. Diese Aussagen wurden im Anschluss relativiert, anstatt klar benannt und konsequent aufgearbeitet zu werden.
Wir weisen diese Vorfälle entschieden zurück und kritisieren den Umgang damit als unzureichend und verantwortungslos.
Gerade staatliche Behörden, die mit geflüchteten, gewaltbetroffenen und besonders schutzbedürftigen Menschen arbeiten, tragen eine besondere Verantwortung. Rassistische und diskriminierende Narrative – ob explizit oder implizit – sind nicht „Missverständnisse“, sondern Ausdruck struktureller Problemlagen, die reale Auswirkungen auf den Zugang zu Schutz, Unterstützung und Rechten haben.
Diese Verantwortung betrifft nicht nur interne Strukturen, sondern auch alle Menschen, die diese Behörde betreten und dort auf Unterstützung, Schutz oder Entscheidungen angewiesen sind.
Die Kundgebung macht deutlich:
Eine Relativierung diskriminierender Äußerungen ist nicht akzeptabel.
Es braucht eine konsequente Aufarbeitung, klare Verantwortungsübernahme und verbindliche strukturelle Konsequenzen.
Wir fordern eine transparente Klärung der Vorfälle sowie verbindliche Maßnahmen gegen diskriminierende Strukturen innerhalb der Behörde.
Mit der Kundgebung setzen wir ein öffentliches Zeichen gegen Rassismus im institutionellen Kontext und für den Schutz aller von Gewalt betroffenen und geflüchteten Frauen und Mädchen.